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Bar oder mit Karte?

Warum ich im Raum der Berührung Barzahlung bevorzuge und schätze


Stell dir vor, du hast eine 50-Franken-Note in der Tasche und bezahlst damit dein Abendessen im Restaurant. Der Restaurantbesitzer verwendet diese 50 Franken, um seine Rechnung beim Bäcker zu begleichen. Der Bäcker zahlt damit seinen Haarschnitt beim Friseur, und so setzt sich der Kreislauf fort. Der Wert deines 50-Franken-Scheins bleibt dabei konstant, er erfüllt seinen Zweck für alle, ohne dass die Bank in Bargeldtransaktionen eingreift.



Doch was passiert, wenn du stattdessen im Restaurant mit deiner Kreditkarte bezahlst?

Die Kosten für deine digitale Zahlung belaufen sich im Durchschnitt auf 2,5%, was auf 1,25 Franken für jede weitere Zahlungstransaktion hinausläuft. Diese Kosten entstehen auch, wenn der Restaurantbesitzer seine Rechnung beim Bäcker digital bezahlt, ebenso wie die Zahlungen des Bäckers beim Friseur und so weiter. Nach den ersten 8 Transaktionen bleiben von den 50 Franken noch 40 Franken. Nach 36 Transaktionen bleiben von den 50 Franken nur noch 5 Franken übrig, während die restlichen 45 Franken an die Bank gehen.


All dies dank digitaler Transaktionen und den damit verbundenen Gebühren! Die im Internet gefundenen Berechnungen halte ich für durchaus plausibel. Natürlich können die Zahlen leicht variieren, aber es steht außer Frage, dass hier eine Möglichkeit aufgezeigt wird, wie wir direkt einen Beitrag zur gerechteren Verteilung des Geldes leisten können.


So habe ich vor kurzem meine Kundschaft informiert, dass ich nur noch Barzahlungen akzeptieren werde, denn als Empfänger werden mir diese Gebühren von den Zahlungen abgezogen. Stehe ich in der Rolle des Endverbrauchers, bin ich mir bewusst, dass die Gebühren schlussendlich auf mich abgewälzt werden. In Zeiten, in denen alles teurer wird, frage ich mich, ob ich als Kleinunternehmerin die Preise deshalb für ALLE erhöhen und somit die Kunden "bestrafen" soll, die jeweils in bar bezahlen und keine zusätzlichen Gebühren verursachen.


Nun, meine Kundeninformation hat einige Reaktionen ausgelöst und einen interessanten Austausch ermöglicht. Einige waren sich dessen gar nicht bewusst und sind ein bisschen «erwacht». Und einige würden sogar gerne einen Aufschlag in Kauf nehmen um sich den mühseligen Gang zum Bancomaten zu ersparen.


So bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich jedem meiner Kunden die freie Wahl lassen möchte; ob man in bar bezahlen möchte oder mit der Karte und somit die anfallenden Gebühren selbst übernimmt.

 

Wofür entscheidest du dich?

 

 

 

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